POLITISCHE WEICHENSTELLUNG
FÜR NACHHALTIGES WACHSTUM

Die Stadt Neu-Ulm hat sich in den vergangenen 10 Jahren für uns alle spürbar und sichtbar verändert. Anders als die meisten anderen Städte in Deutschland ist Neu- Ulm rasant gewachsen. Ganze Stadtteile, wie z.B. im Wileys, sind neu entstanden und wachsen weiter. Diese Projekte waren wegweisend und werden bundesweit beachtet und gefördert.

In den nächsten 10 Jahren wird unsere Stadt weiter dynamisch wachsen. Nach heutigem Stand werden bis 2020 deutlich mehr als 60.000 Menschen in Neu-Ulm mit seinen 12 Stadtteilen leben.

Mit der Zahl der Menschen wachsen unsere Aufgaben und politischen Herausforderungen. Wir müssen den hier bereits lebenden und den neu kommenden Menschen Heimat sein, bleiben und werden. Dabei sind wir sowohl der heutigen, als auch den zukünftigen Generationen verpflichtet, sparsam mit unseren Ressourcen umzugehen.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Sie über die Schwerpunkte unserer politischen Arbeit in den kommenden Jahren informieren und über die Menschen, die in unserer Fraktion Ihre Interessen vertreten.

Nachhaltig sozial und umweltbewusst. Unsere Aufgabe ist es, die städtebaulichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft und Kultur ein lebenswertes Umfeld und neues Zuhause in unserer Stadt finden. Stadtentwicklung heißt für uns

  • die bereits begonnenen städtebaulichen Projekte im Wiley Nord sowie dem Ulmer Hofgut weiter voranzutreiben
  • in den Ortsteilen bestehende Baulücken zu schließen und neue Wohngebiete auszuweisen
  • dabei bezahlbaren Wohnraum zu schaffen
  • in ausreichendem Umfang sozialen Wohnungsbau zu fördern und zur Verfügung zu stellen
  • die Natur soweit möglich zu schonen, sowie Freizeit- und Naherholungsgebiete in den neu entstehenden Wohnbereichen zu schaffen
  • Wo Wohnbau entsteht hat dieser die jeweils aktuellen energetischen Standards zu erfüllen
  • Dem Lärmschutz Rechnung tragen

Bildung ist Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, für wirtschaftlichen Wohlstand und dafür, dass wir ein zufriedenes und selbstbestimmtes Leben führen können. Die Schaffung einer ausreichenden Anzahl von Betreuungsplätzen für Kinder ist dabei nicht in erster Linie gesetzliche Verpflichtung und Standortfaktor. Es ist die Verpflichtung unserer Generation für die nächste Generation und Voraussetzung für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die wichtigsten Bildungsprojekte in Neu-Ulm:

  • Ausbau der Krippenplätze entsprechend dem jährlich festzustellenden Bedarf.
  • Weiterer Ausbau der Kindergartenplätze mit dem Ziel, einen Versorgungsgrad von 115 % zu erreichen.
  • Bau der neuen Kindergarten- und Krippenplätze in Burlafingen.
  • Bau der neuen Grundschule mit einem Ganztagsschulangebot in Wiley-Nord (Mark-Twain-Grundschule).
  • Ausbau der Grundschule Burlafingen.
  • Neubau des Lessing-Gymnasiums Neu-Ulm in Wiley-Nord (ein Projekt des Landkreises Neu-Ulm).

Gemeinsam mit Ulm wurde ein Verkehrsentwicklungsplan aufgestellt und verabschiedet, der nun umgesetzt werden muss. Wir müssen die Voraussetzungen schaffen, dass unsere Ortsteile an das Zentrum angebunden werden. Mobilität heißt für uns

Eine schnell wachsende Stadt führt auch dazu, dass das Miteinander neu gestaltet werden muss. Alt- und Neubürger, gleich welcher Nationalität, müssen sich kennenlernen, Verständnis füreinander entwickeln. Die Wahlbeteiligung der zurückliegenden Kommunalwahlen hat gezeigt, dass sich viele Menschen noch nicht, oder vielleicht auch nicht mehr mit ihrer Stadt identifizieren. Eine Stadt ist nur dann stark, wenn auch der gesellschaftliche Zusammenhalt stark ist. Gesellschaftlicher Zusammenhalt heißt für uns

  • eine nachhaltige Willkommenskultur in der Stadt etablieren;
  • Zugangsbarrieren zu öffentlichen Ämtern und Einrichtungen abbauen;
  • Mehrsprachigkeit in der Verwaltung;
  • Unterstützung und Weiterentwicklung des Quartiersmanagements den Wohngebieten;
  • Gezielte Einbeziehung von Nachbarschaft, Vereinen und Gruppierungen bei der Entwicklung der Stadteile;
  • Aufbau und Unterstützung von Netzwerken;
  • Stärkung bestehender Vereinsstrukturen;
  • Ausbau der Beratungsleistungen für Senioren;
  • interkulturelle Familien- und Jugendhilfe;
  • Aktive Unterstützung der präventiven Wohnungshilfe im Landkreis.